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Photovoltaik

Die Energie der Zukunft – Alles Gute kommt von oben

Seit 4,6 Milliarden Jahren ist die Sonne aktiv. Und sie wird noch weitere 5 Milliarden Jahre scheinen, sagen die Experten. Unsere Sonne ist mit 1,4 Millionen Kilometern Durchmesser das größte, freundlichste und sauberste Kraftwerk, das wir kennen. Ohne sie ist kein Leben auf der Erde möglich. 109-mal größer als die Erde spendet der leuchtende Stern Licht und Wärme im Überfluss und wird uns niemals auch nur einen Sonnenstrahl berechnen. In weniger als einer Stunde befördert die Sonne so viel Energie auf die Erdoberfläche, wie die gesamte Weltbevölkerung in einem Jahr verbraucht.

Würde die Menschheit auch nur einen Bruchteil dieses ungeheuren Energiepotenzials nutzen, wäre das Energieproblem des Planeten Erde ein für alle Mal gelöst – auf die saubere Art: Denn die Energie der Sonne ist emissionsfrei und erspart der Umwelt das klimafeindliche CO2. Die Technik dafür steht bereit. Wir müssen die Photovoltaik ganz einfach nur nutzen.

Reserven verheizen?

Die von der Natur in Jahrmillionen gebildeten fossilen Brennstoffe hat die Menschheit innerhalb weniger Jahrhunderte fast vollständig verheizt, verkocht, verduscht und verfahren. Jetzt steht der Zeiger auf Reserve. Die inzwischen fast ausgeschöpften Ölquellen werden zwar noch einige Jahrzehnte reichen, aber das bezahlbare Öl wird uns vermutlich sehr viel früher ausgehen.

Für Importländer wie Deutschland könnte das schwarze Gold schon sehr bald unerschwinglich werden. Auch die schwindenden Ressourcen von Kohle und Gas bedeuten nach heutigem Ermessen in absehbarer Zeit eine Verknappung des Angebots verbunden mit stark steigenden Rohstoffkosten. Ganz zu schweigen davon, was die Verbrennung der fossilen Energieträger die Umwelt bisher gekostet hat.

Ungefähr drei Viertel der schädlichen Treibhausgase gehen dabei auf das Konto von Erdöl, Erdgas und Kohle. Um der drohenden Klimakatastrophe zu entgehen, hat die internationale Staatengemeinschaft beschlossen, dem Klimaschutz noch mehr Beachtung zu schenken. 2007 wurde auf Bali (Indonesien) ein Fahrplan zum Schutz des Klimas vereinbart. In Cancún (Mexiko) fiel 2010 die Entscheidung, das Kyoto-Protokoll zunächst bis 2012 fortzusetzen.

Die Staatengemeinschaft – inklusive der USA und China – einigten sich auf das Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Der Weltklimarat hat in diesem Zusammenhang errechnet, dass globale Emissionsminderungen von mindestens 50 % bis 2050 und – als Zwischenziel für Industrieländer – von 25 – 40 % bis 2020 notwendig sind. Eine Schlüsselrolle nehmen dabei die erneuerbaren Energien ein.

Sonnige Aussichten für die Erneuerbaren

Auf dem Weg zur Nummer eins: Bereits heute gilt die Solarenergie als eine wichtige Säule im Mix der erneuerbaren Energien; Photovoltaikanlagen werden zunehmend einen bedeutenden Beitrag zur umweltfreundlichen Energieversorgung leisten
Weltweit steht ein Energieumbau ins Haus – für alle machbar und vor allem finanzierbar. International vorbildlich ist das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG. Das Konzept: Durch die EEG-Umlage unterstützen die Bundesbürger den Ausbau einer um weltfreundlichen Energieversorgung. Wie die Grafik zeigt, eine kleine Beteiligung mit großer Wirkung: Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch lag 2010 bei 16,9 % – dies sind 3,1 % mehr als im Vorjahr. Steil bergauf geht es dabei mit der Stromerzeugung aus Sonnenenergie durch Photovoltaikanlagen. Der saubere Strom lag 2010 mit 12 TWh fast doppelt so hoch wie 2009. Damit hatte die Photovoltaik einen Anteil von 2 % am gesamten Bruttostromverbrauch. Insgesamt ersparten uns die erneuerbaren Energien im Jahr 2010 rund 117 Millionen Tonnen CO2.

Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien vergrößerte sich auch der damit zusammenhängende Arbeitsmarkt: 2010 erreichte die Zahl der Beschäftigten rund 367.000; ca. 150.000 Stellen sind aktuell allein im Bereich der Solarenergie (Photovoltaik und Solarthermie) besetzt, Tendenz steigend. Die Branche der erneuerbaren Energien bietet in Deutschland deutlich mehr Menschen Arbeit als die Kernenergie und die Stein- und Braunkohleindustrie zusammen. Durch das weitere Wachstum der Erneuerbaren werden immer teurere Energieimporte vermieden und die Versorgungssicherheit in Deutschland gestärkt.