Menschen im co-working space

Ihr neues Teammitglied: So integrieren Sie KI-Agenten in Ihr Team

Wenn Unternehmen über Künstliche Intelligenz (KI) nachdenken, löst die Vorstellung oft Unsicherheit aus, dass ein autonomer Agent Teil ihres Teams wird.

Was bedeutet das für die bestehende Teamstruktur? Wie wird der Agent gesteuert? Hält er sich an Vorgaben? Und wie bleibt die Datensicherheit gewährleistet?

Das sind häufig die zentralen Bedenken, die wir im Austausch mit Unternehmen jeder Größe hören, wenn es um die Einführung von Agentic AI in ihre Teams geht.

Wir müssen Unsicherheit und Vorbehalte abbauen. Unsere Mission ist es, Menschen und Technologie miteinander zu verbinden – und bei Agentic AI ist das nicht anders. Künftig werden Agenten zum verbindenden Element, das Menschen und Technologien im Unternehmen zusammenführt. 

Die Verbindung schaffen: KI ganzheitlich denken

Anders als bei früheren technologischen Entwicklungen ist die Einführung von KI-Agenten längst kein reines IT-Projekt mehr. Damit Agentic AI ihr Potenzial entfalten kann, muss sie bereichsübergreifend gedacht werden – von Finance über HR bis hin zur Geschäftsführung.

Eine Sharp-Studie unter 2.500 KMU zeigt, dass 70 % der Führungskräfte in Europa KI nutzen, während dies bei Mitarbeitenden nur bei 20 % der Fall ist. 

KI muss fest in der Unternehmensphilosophie verankert sein – von strategischen Entscheidungen auf Führungsebene bis hin zu jeder Kundeninteraktion. Sie ist weder eine Ergänzung noch eine Aktivität im Hintergrund, sondern ein klares Bekenntnis zu Innovation in allen Bereichen des Unternehmens.

KI im Unternehmen erfolgreich zu verankern, bedeutet auch, transparent zu sein. Unternehmen sollten offen kommunizieren, wo und wie KI eingesetzt wird. Denn richtig integriert kann sie Mitarbeitende entlasten, Innovationen beschleunigen und gleichzeitig die Servicequalität verbessern.

Von der Analyse zur Umsetzung

Wir haben schon oft betont, wie wichtig eine Analyse der Workflows ist, bevor KI eingeführt wird. Doch wie geht es danach weiter?

Sobald Sie Ihre Prozesse analysiert und identifiziert haben, wo KI den größten Mehrwert bietet, beginnt die nächste Phase: das Experimentieren.

Starten Sie gezielt mit zwei bis drei strategisch wichtigen Prozessen – entweder zur Optimierung bestehender Abläufe oder zur Entwicklung neuer Anwendungen, die durch KI erstmals wirtschaftlich sinnvoll werden. Hier kann ein Technologiepartner wie Sharp dabei unterstützen, die passende Lösung auszuwählen – sei es ein individuell entwickelter Agent oder eine bestehende Agentic-AI-Lösung von Partnern wie Microsoft.

Dabei gibt es keine Einheitslösung. Selbst innerhalb eines Unternehmens benötigen unterschiedliche Prozesse individuelle Ansätze. Unsere Erfahrung mit KI-Agenten und unsere Expertise in verschiedenen B2B-Branchen helfen Unternehmen dabei, die passende Kombination aus Technologie und Anwendung zu finden.

Von Lösungen für den Finanzabgleich über Vorlagen für die Geschäftsentwicklung bis hin zur Automatisierung von Kundenanfragen – bereits heute steht eine große Bandbreite generativer und agentischer KI-Lösungen zur Verfügung. Ohne die richtige Herangehensweise kann die Auswahl jedoch schnell zur Herausforderung werden.

Die richtigen Fragen vor dem Einsatz von Agentic AI: 

- Wie wichtig ist dieser Prozess für Ihr Unternehmen und welches Ziel soll erreicht werden?
- Kann eine bestehende Lösung genutzt werden oder ist eine individuelle Entwicklung sinnvoll?
- Wie sensibel sind die verwendeten Daten und welche Schutzmechanismen werden benötigt?

Die Antworten helfen dabei, die passende Lösung für den jeweiligen Anwendungsfall zu finden.

Welches Modell ist das richtige?

Die letzte Frage – die nach der Sensibilität von Daten – ist oft genau die, die Führungskräfte nachts wachhält.

Grundsätzlich lassen sich zwei Ansätze unterscheiden: Geschlossene KI-Modelle werden innerhalb der eigenen Unternehmensumgebung betrieben und ausschließlich mit unternehmenseigenen Daten trainiert.

Daneben gibt es offene Sprachmodelle (Large Language Models, LLMs), die vielen bereits bekannt sind. Sie lernen aus den eingegebenen Informationen, wobei die Daten öffentlich zugänglich sind.

Ein bewährter Ansatz ist Retrieval-Augmented Generation (RAG): Hier wird ein Sprachmodell gezielt mit unternehmensrelevanten Informationen angereichert. Richtig implementiert – in einer geschützten Umgebung – entsteht so eine kosteneffiziente, leistungsstarke und sichere Wissensbasis für Teams.

Onboarding von KI‑Agenten

Wenn neue Mitarbeitende ins Unternehmen kommen, investieren Unternehmen Zeit, Ressourcen und Aufmerksamkeit in deren Einarbeitung. Warum sollte das bei Agentic AI anders sein?

Agenten sind keine isolierte Technologie. Sie arbeiten am effektivsten, wenn sie in bestehende Arbeitsabläufe, Teams und Geschäftsprozesse eingebunden sind. Je mehr Zeit Unternehmen darauf verwenden, einen Agenten einzuführen, zu trainieren und klare Arbeitsweisen festzulegen, desto erfolgreicher wird sein Einsatz sein.

Natürlich unterscheidet sich das Onboarding eines Agenten von dem eines neuen Teammitglieds. Agenten sollten jedoch immer durch Menschen begleitet werden.

Deshalb empfiehlt es sich, das gesamte Team in die Schulung des Agenten einzubeziehen. Gleichzeitig sollten Mitarbeitende lernen, wie sie bestmöglich mit dem Agenten zusammenarbeiten.

So bleibt klar, dass Entscheidungen weiterhin von Menschen getroffen werden und der Agent von Beginn an Teil der Arbeitsweise des Teams wird.

Digitale Arbeitswelten weiterentwickeln

Es steht außer Frage: KI verändert unsere Arbeitswelt grundlegend. Das sollte jedoch keine Angst auslösen. Unternehmen, die diesen Schritt heute gehen, werden langfristig davon profitieren, ihr Team um zusätzliche Unterstützung zu erweitern.

Die Vorstellung, KI-Agenten als Teil des Teams zu betrachten, erfordert auf allen Ebenen eines Unternehmens ein Umdenken. Unternehmen, die dies durch Schulung, Bewusstsein und eine gezielte Einführung umsetzen, werden ihre Mitarbeitenden und Technologien enger miteinander verbinden und so echtes Unternehmenswachstum ermöglichen.

Wir stehen am Beginn einer spannenden Entwicklung, die Mitarbeitenden mehr Wissen und mehr Werkzeuge zur Verfügung stellt als je zuvor, und ihnen den Weg in die nächste Generation des Arbeitens eröffnet.